In dem Imagefilm der MBR über Berlin engagieren sich Berliner Persönlichkeiten aus Musik, Film, Kultur, Politik und Sport für ein demokratisches Miteinander – gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Sie sprechen über ihre Sicht auf das internationale und vielseitige Berlin, über institutionellen und strukturellen Rassismus sowie über eigene Erfahrungen alltäglicher Diskriminierung. Herzlichen Dank … an Anna, Çağla und Türkiyemspor, Dr. Alice Brauner, Horst Evers, Oliver Korittke, Dirk von Lowtzow, Constanza Macras, Hans-Werner Meyer, Michael Michalsky, Sharon Otoo, Sookee, Gayle Tufts und den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit für ihr Mitwirken in diesem Film zum 10-Jährigen Geburtstag der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)… an leftvision für Dreh und Schnitt … und vor allem an all jene, die tagtäglich Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie unerschrocken entgegentreten.

10 Jahre gut beraten
Engagement ist nie umsonst

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Seit Juni 2001 unterstützt und berät die MBR Menschen in Berlin, die in ihrem Alltag mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus konfrontiert sind und sich dagegen engagieren möchten. Den Menschen, die die MBR anfragen, entstehen dabei keine Kosten.

Die von der MBR erarbeiteten Standards in den Bereichen Jugendarbeit, im Umgang mit rechtsextremer Infrastruktur und bestehenden Angsträumen setzten bundesweit Maßstäbe. Der rechtsextremen Szene gelang es trotz intensiver Bemühungen in den letzten Jahren weder dauerhafte Anlaufpunkte zu etablieren noch eine Präsenz im öffentlichen Raum zu entfalten.

Auch der Austausch und die Verständigung aller Berliner Bezirksbürgermeister/innen auf ein gemeinsames Vorgehen im Umgang mit rechtsextremen Raumanfragen, Aufmärschen und Konzerten markieren einen wichtigen Erfolg der Arbeit der MBR.

Die zahlreichen Handreichungen der MBR, wie etwa auch die aus der Praxis entwickelten Empfehlungen zum Umgang mit der rechtsextremen Wortergreifungsstrategie, stoßen landes- aber auch bundesweit nach wie vor auf eine große Resonanz.

Mit ihrer jahrelangen Arbeit hat die MBR dazu beigetragen, dass sich Rechtextreme in Berlin kommunal nicht verankern konnten. Durch die gezielte Unterstützung und Vernetzung von Kommunalpolitik, Verwaltung und demokratischer Zivilgesellschaft, ist es in den letzten 10 Jahren in Berlin gelungen, die öffentlichen Handlungsspielräume der Rechtsextremen erheblich einzuengen und ihre Wirkungsmacht zu begrenzen.

Das Spektrum der Partner/innen und Beratungsnehmenden Ist so divers wie Berlin. Es reicht von Einzelpersonen und bezirklichen Bündnissen gegen Rechts über Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung bis zu Trägern wie dem Berliner Fußballverband oder dem Handelsverband Berlin-Brandenburg.

Berlin wird als weltoffen und vielfältig geschätzt; von den Menschen, die hier leben, von Tourist/innen und Prominenten, Politiker/innen und Künstler/innen. Dies ist für uns Bestätigung und Auftrag in einem: Vieles haben wir erreicht, viele Herausforderungen liegen vor uns. Bewältigen können wir sie nur gemeinsam.

Wir brauchen Ihre Unterstützung.

Zur Hälfte über befristete Bundesprogramme finanziert, gehört das Bangen um die ungewisse Zukunft von Anbeginn zum Alltag des Projektes. Seit diesem Jahr steckt die MBR in finanziellen Schwierigkeiten, weil sie die „Extremismusklausel“ von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nicht unterschreibt. Denn die Klausel fördert nicht etwa demokratisches Engagement, sondern fordert einen Bekenntniszwang und das Überprüfen der Partner/innen auf Verfassungstreue und verbreitet damit eine Klima des Misstrauens. Unser Kapital ist Vertrauen. Dieses Vertrauen haben wir uns in zehn Jahren erarbeitet. Wir werden es nicht enttäuschen, indem wir uns zur Durchleuchtung und Denunziation verpflichten lassen.

Trotz massiven öffentlichen Drucks – u.a. durch den Berliner Senat – hält die Bundesfamilienministerin an der umstrittenen Klausel als Förderbedingung fest. Wir werden deshalb 2011 erstmalig keine Förderung aus Bundesmitteln erhalten. Zwar übernimmt das Land Berlin einen Teil der nun wegbrechenden Bundesförderung. Aber der MBR fehlen für 2011 immer noch 20.000 Euro im Budget, um die Arbeit so fortsetzen können, wie es den Standards nach zehn Jahren erfolgreicher und guter Arbeit entspricht.

Hier bitten wir um Ihre Hilfe:

Der einmalige Aufruf zum Spenden anlässlich des zehnjährigen Bestehens der MBR richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Zeichen gegen Nazis und für eine menschenrechtsorientierte Demokratie in dieser Stadt setzen sowie die Arbeit der MBR würdigen wollen. Die MBR ist für jede Spende in jeder Höhe dankbar.

Spenden Sie Online - Jetzt!